web_MINT_SonderSammlung2(c)Hans Diernberger

sonder:sammlung

Die SONDER:SAMMLUNGen sind kol­lek­ti­ve Kunst­kom­pa­nien. Jedes SONDER:STÜCK ent­steht durch die Arbeit einer von The­re­sa Hupp initi­ier­ten SAMM­LUNG ver­schie­de­ner Künstler*innen und ist spar­ten­über­grei­fend ange­legt. Neue und zum SON­DERn wie­der­keh­ren­de Künstler*innen bil­den für jede Pro­duk­ti­on also immer neue SONDER:SAMMLUNGen, die respek­ti­ven Kon­stel­la­tio­nen sind durch fort­lau­fen­de Zah­len am SAMM­LUNGs­na­men gekenn­zeich­net. Die frei­schaf­fen­den Künstler*innen kom­men aus den Berei­chen Tanz, Per­for­mance, Thea­ter, Klang­kunst und Musik. Die Stü­cke sind spar­ten­über­grei­fend ange­legt, der Ent­ste­hungs­pro­zess ist von einer kon­se­quent fla­chen Hier­ar­chie und dem Prin­zip der Öff­nung der Dis­zi­pli­nen geprägt.

Die Refle­xi­on per­for­ma­ti­ver Ver­hal­tens­mus­ter in spe­zi­fi­schen All­tags­si­tua­tio­nen ist eine vor­ran­gi­ge Moti­va­ti­on in der Krea­ti­on unse­rer Stü­cke. Was zei­gen wir Unbe­kann­ten, wie prä­sen­tie­ren wir uns? Und was wie­der­um lässt sich durch Auf­merk­sam­keit und Groß­zü­gig­keit gewin­nen? Unser Impe­tus ist, der Per­for­ma­ti­vi­tät der “Ande­ren” um uns her­um volls­te und empa­thi­sche Auf­merk­sam­keit zu wid­men. David Fos­ter Wal­lace hat in sei­nem Schrei­ben gezeigt, dass die Suche nach Empa­thie kei­ne klei­ne Auf­ga­be ist. In sei­ner inzwi­schen berühm­ten Rede vor Uni­ver­si­täts­ab­sol­ven­ten, ver­öf­fent­licht als “Das ist Was­ser”, gibt er zu: “…

denn das Zeug, des­sen ich mir auto­ma­tisch sicher bin, erweist sich größ­ten­teils als total falsch und irre­füh­rend. Ich möch­te Ihnen ein Bei­spiel geben für die kom­plet­te Unrich­tig­keit von etwas, des­sen ich mir auto­ma­tisch sicher bin. Alles in mei­ner unmit­tel­ba­ren Erfah­rung stützt mei­ne tief sit­zen­de Über­zeu­gung, dass ich der abso­lu­te Mit­tel­punkt des Uni­ver­sums bin, der ech­tes­te, leben­digs­te und bedeu­tends­te exis­tie­ren­de Mensch.“

Die­se Beob­ach­tung kor­re­spon­diert direkt mit der Namens­ge­bung SON­DER: Das deut­sche Wort Son­der kann sowohl ein „außer der Rei­he exis­tie­ren“ bedeu­ten, etwas be-„sonderes“ zu sein, als auch dass etwas extra bil­lig ist, meis­tens, weil es davon beson­ders viel gibt – ein Son­der­an­ge­bot. John Koenig gibt dem Wort in sei­nem Dic­tion­a­ry of Obscu­re Sor­rows eine neue, wei­te­re Bedeu­tung – hier beschreibt das Wort die Rea­li­sa­ti­on, dass jeder Mensch um uns her­um Mit­tel­punkt sei­nes eige­nen umfas­sen­den Uni­ver­sums ist. Die poten­ti­ell para­do­xe Par­al­lel­exis­tenz die­ser Deu­tungs­mög­lich­kei­ten, dass wir gleich­zei­tig ein­zig­ar­tig und völ­lig aus­tausch­bar sind, ist ein zen­tra­les Inter­es­se der gesam­mel­ten Arbei­ten. 

Foto: Hans Diern­ber­ger

Vide­os und mehr


Bis­he­ri­ge SON­DER­stü­cke

SONDER:SAMMLUNG:0,5 – hupp&lamping: „ABGE­SÄN­GE“
SONDER:SAMMLUNG:1 – Hup­pO­mel­chu­kReit­may­er: „WHY RAB­BIT. WHY?“
SONDER:SAMMLUNG:2 „MINT CON­DI­TI­ON“

Aus­zeich­nun­gen und Nomi­nie­run­gen

2019 nomi­niert für den Köl­ner Thea­ter­preis mit MINT CON­DI­TI­ON

Auf unse­rer Büh­ne:

MINT CON­DI­TI­ON Pre­mie­re 23.10.2019
WHY RAB­BIT. WHY?  Pre­mie­re 07.02.2019

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