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Produktion

Theaterakademie Köln (TAK)
Website
https://theaterakademie-koeln.de
TICKETS

Vorstellungen

20:00 - 22:15
Mi 11.03.2020
Premiere Ausverkauft!
20:00 - 22:15
Do 12.03.2020
Ausverkauft
20:00 - 22:15
Fr 13.03.2020
ABGESAGT!
20:00 - 22:15
Sa 14.03.2020
ABGESAGT!
18:00 - 20:15
So 15.03.2020
ABGESAGT!

Abge­sagt: wel­co­me to hell

Datum

11. Mrz 2020 - 15. Mrz 2020
Vorbei!

Kosten

19,00 € / 12,00 € erm. / 9,00 € TAK Schüler

Elo­die hat die Nase gestri­chen voll. Ihr Vater ist ja SO pein­lich. Nicht aus­zu­hal­ten. Und er ver­steht sie ein­fach nicht! Hört nie rich­tig zu! Ist nur mit sei­ner eige­nen Mid­life­cri­sis beschäf­tigt! Aber so ist das wohl, mit den Vätern. Zumin­dest, wenn der eige­ne Vater der Teu­fel, der gro­ße Satan, der Mor­gen­stern, Beel­ze­bub, Mephis­to, der Leib­haf­ti­ge, der Stärks­te aller Wider­sa­cher, der teuf­li­sche, unüber­trof­fe­ne Höl­len­fürst höchst­per­sön­lich ist.
Dabei will Elo­die ja gar nicht viel: Sie will nur ein­mal raus aus der Höl­le. Sich mit Gleich­alt­ri­gen unter­hal­ten. Am liebs­ten mit Gleich­alt­ri­gen des ande­ren Geschlechts… Wäre ihr See­len­ver­trag bloß auf­find­bar! Aber natür­lich hat Luzi den ver­schus­selt, als er Elo­die adop­tiert hat. Elo­dies leib­li­che Eltern woll­ten näm­lich lie­ber reich sein als eine Toch­ter haben, wes­halb sie kur­zer­hand einen Pakt mit dem Teu­fel ein­ge­gan­gen sind: Erst­ge­bo­re­nes gegen Reich­tum, einen Berg Kne­te, rich­tig viel Zun­der, einen Hau­fen Koh­le, ne Men­ge Moos eben – ziem­li­cher Stan­dard­kram. Aber um sicher zu sein, dass das wirk­lich des Pudels Kern ist, müss­te Elo­die den Ver­trag nun ein­mal selbst sehen. Mit den Ver­trä­gen in der Höl­le kennt sie sich näm­lich bes­tens aus, da ihr Zieh­va­ter natür­lich immer viel zu „beschäf­tigt“ ist, für die gan­ze Büro­kra­tie. Ohne sie wäre die Höl­le schon längst zuge­fro­ren, aber hal­lo! Nur ein biss­chen öde ist es eben manch­mal.

Da kommt es über­ra­schend pas­send, dass aus­ge­rech­net jetzt eine ver­lo­re­ne See­le in der Höl­le auf­taucht, die auch kei­nen See­len­ver­trag zu haben scheint und auch ihre, äh, also sei­ne Eltern nicht kennt und ganz zufäl­lig der süßes­te Jun­ge ist, den Elo­die je gese­hen hat! Das ist fast so per­fekt wie in den Lie­bes­ro­ma­nen, die sie immer liest! Das muss Schick­sal sein! Und fast leb­ten sie glück­lich bis ans Ende ihrer Tage, wenn wir hier nicht eben doch in der Höl­le wären und der Teu­fel nicht eben doch eine … mhh, wie drückt man es freund­lich aus: emo­tio­nal lau­nen­haf­te Per­sön­lich­keit wäre. Außer­dem lebt neben dem Teu­fel, Elo­die und ihren Haus­dä­mo­nen ja auch noch Zer­be­rus in der Höl­le, der als längs­ter und bes­ter Kum­pa­ne Luzi­fers die­sen sehr gut kennt und sich in letz­ter Zeit immer häu­fi­ger dar­über wun­dern muss, dass el Jefe sich (sogar für den Teu­fel) etwas selt­sam ver­hält. Irgend­was liegt hier in der Luft, und das ist sicher nicht der Schwe­fel­ge­ruch, an den man sich­über­ra­schend schnell gewöhnt …

Die Höl­le als abs­trak­te Ver­or­tung des mensch­li­chen Abgrunds: eben da, wo sich Angst,Hass, Leid und vor allem das unend­lich Böse mani­fes­tie­ren. Kein Ort, für ein jun­ges Mäd­chen, oder? Über­haupt, kein Ort für Spaß, Humor, Leich­tig­keit, Freu­de und Kon­fet­ti, möch­te man mei­nen. Oder? Aber war­um eigent­lich nicht? Wir leben in einer Welt, in der sich per­ma­nent Din­ge mani­fes­tie­ren, die so gar nicht fei­er­lich sind, jeden Tag aufs Neue sor­gen Angst, Hass und Leid dafür, dass ein Stück­chen Höl­le kon­kret wird, real. Hier bei uns. Aber muss man denn immer ernst sein, um etwas ernst zu neh­men? Manch­mal tut es doch auch gut zu lachen. Und eine Geschich­te zu hören. Die unter­hält und berührt. Die einen zum Lachen bringt – und wenn man will auch ein biss­chen zum Den­ken. Und genau die­ser Wunsch, eine sol­che Geschich­te zu erzäh­len, ist der Leit­fa­den, an dem die­ses Stück sich ver­sucht: für alle greif­bar zu sein, absurd und all­täg­lich zugleich, bunt, abge­fah­ren und trotz­dem mit-fühl­bar. Und vor allem bereit, allen Kli­schees die Kro­ne, äh, Hör­ner auf­zu­set­zen. Herr­lich platt und gleich­zei­tig mit min­des­tens so vie­len Ebe­nen, wie man sie auch in der Höl­le zählt …

Eine Pro­duk­ti­on der Regie­klas­se der Thea­ter­aka­de­mie Köln mit thea­ter­be­geis­ter­ten Mit­wir­ken­den unter pro­fes­sio­nel­ler Lei­tung, in Koope­ra­ti­on mit der Jun­gen Thea­ter­ge­mein­de Köln und Oran­ge­rie Thea­ter

Regie/Text: Nele Schil­lo
Ensem­ble: Denis Okatan, Isa­bel­la Plu­ge, Jan van Put­ten, Theo Maximi­dou, Anna Schlidt, Han­nah Neu­mann und Pau­li­na Triebs
Dra­ma­tur­gie: Pau­li­ne Cebul­la
Pro­duk­ti­ons­lei­tung: Pau­la Herr­mann
Schau­spiel­coa­ching: Lie­sa Streh­ler
Cho­reo­gra­fie: Anna Rödi­ger
Regie­as­sis­tenz: Lenn­art Hahn
Regie- und Dra­ma­tur­gie­coa­ching: Ragna Kirck, Karo­li­ne Ben­dig
Foto: Luca Gli­sic

Dau­er: ca. 110 Min zzgl. 15 Min Pau­se

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