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wehr51

Produktion

wehr51
Website
http://wehr51.com/home.html

Vorstellungen

Do. 16.03.2023

20:00 - 20:50
Tickets

Fr. 17.03.2023

20:00 - 20:50
Tickets

Frac­tu­ra

Datum

16. Mrz 2023 - 17. Mrz 2023

Tickets

19,00 € normal | 12,00 € ermäßigt | 8,00 € mit Köln-Pass (exkl. Gebühren)

Ver­let­zung und Altern: eine tanz­thea­tra­le Recher­che mit Bibia­na Jimé­nez

FRAC­TU­RA ist ein Brü­cken­schlag von Kolumbien/Südamerika nach Deutschland/Europa. Es ist eine Rei­se durch die see­li­schen und kör­per­li­chen Ver­let­zun­gen einer emi­grier­ten Tän­ze­rin, die – dem Schmerz zum Trotz – nicht vom Tanz las­sen kann! Trotz bio­gra­phi­scher Brü­che, Ver­let­zun­gen, Nar­ben, dem Kampf um Iden­ti­tät, der Rol­le als Frau, der Per­fek­ti­on des Tan­zes, bäumt sie sich immer wie­der auf, see­lisch wie kör­per­lich.

Die Lebens­ge­schich­te von Bibia­na Jimé­nez ist eng ver­wo­ben mit ihrer Tanz­kar­rie­re und ihrer Migra­ti­ons­ge­schich­te. Ihr Leben wird, in Rönt­gen­bil­dern, Live-Zeich­nun­gen der Nor­we­gi­schen Künst­le­rin Kata­ri­na Cas­per­sen und ehe­mals getanz­ten Par­tien, gezeigt. Immer wie­der erfolgt der Abgleich mit heu­te: Ver­pass­te Chan­cen, gro­ße Glücks­mo­men­te und Soli, die durch die jah­re­lan­ge Erfah­rung des Kör­pers an Inten­si­tät gewin­nen und zu berüh­ren­den Momen­ten füh­ren.

Ein emo­tio­na­les Ungleich­ge­wicht, in dem der tan­zen­de Kör­per nur ver­lie­ren kann, wäh­rend der Mensch ein beein­dru­cken­des Plä­doy­er gegen die Selbst­auf­ga­be ent­wirft.

Pres­se­stim­men:
“Frac­tu­ra als Tanz-Solo zu bezeich­nen, greift ein wenig zu kurz. Eher ist das 50-minu­ti­ge Stück ein Gesamt­kunst­werk. […] Dar­ge­stellt wird vor­der­grün­dig eine Künstler‑, genau­er eine Tän­ze­rin­nen-Bio­gra­fie in Wort, Musik, Tanz, Zeich­nung und Pro­jek­ti­on. Das klingt kom­plex und ist es auch. […] Der inno­va­ti­ve Umgang mit Licht fas­zi­niert, aber zuneh­mend nimmt das Zusam­men­spiel des künst­le­risch per­se­ve­rie­ren­den Tex­tes, der musi­ka­li­schen Ein­drü­cke und die Ein­sam­keit der Tän­ze­rin auf der Büh­ne das Gemüt ein. […] Wehr51 ist da ein gro­ßes Werk gelun­gen, das den Zuschau­er ganz tief drin­nen berührt.”
(Micha­el S. Zer­ban, O‑Ton, 21. März 2020)

“Andrea Blei­kamp und Rosi Ulrich erzäh­len das Leben von Power-Tän­ze­rin Bibia­na Jimé­nez anhand von Kno­chen­brü­chen, geschei­ter­ten Bezie­hun­gen, Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen, psy­chi­schen Kol­lap­sen, Schnitt­wun­den […] Ein düs­te­rer Trip in eine ver­wun­de­te See­le, bild- und sound­ge­wal­tig insze­niert. Hek­ti­sche Video­bil­der flim­mern über das Büh­nen­bild, die eher ins Unter­be­wusst­sein sickern, als dass der Ver­stand sie ein­ord­nen könn­te. Aus einer Art Strand­häus­chen kommt Jimé­nez im Krebs­gang auf die Büh­ne: Auf Armen und Bei­nen wie für eine Yog­a­b­rü­cke, der Blick auf die Welt ver­kehrt her­um. Spä­ter trip­pelt sie auf Spit­zen­schu­hen fürs Pas de deux mit Krü­cken-Part­nern. Die Metall­stan­gen wach­sen wie sper­ri­ge Ver­län­ge­run­gen aus ihren Glie­dern, schei­nen ihren Kör­per hin­ter sich her­zu­zie­hen, rau­ben ihm die Sou­ve­rä­ni­tät. Noch bru­ta­ler aber sind die Tex­te, die die Ver­wun­dun­gen in Jimé­nez’ Leben auf­zäh­len. Eine Schmerz-Bilanz, vor­ge­tra­gen mit see­len­lo­ser Robo­ter­stim­me oder als viel­spra­chi­ger Cho­ral.”
(Nico­le Stre­cker, Köl­ner Stadt Anzei­ger, 06.07.2020)

Trig­ger-War­nung: Es wer­den see­li­sche und kör­per­li­che Ver­let­zun­gen gezeigt.

Pro­duk­ti­on: WEHR51
Koope­ra­ti­on:
Frei­han­dels­zo­ne – ensem­blenetz­werk köln
Kopro­duk­ti­on: Oran­ge­rie Thea­ter, Köln.

Regie und Kon­zept: Andrea Blei­kamp | Tanz und Cho­reo: Bibia­na Jimé­nez | Dra­ma­tur­gie und Text: Rosi Ulrich | Co-Cho­reo­gra­fie: Sara Blas­co Gutiér­rez | Aus­stat­tung: Claus Stump und Pau­la Nol­ler | Live-Zeich­nung: Kata­ri­na Cas­per­sen | Video: Jens Stand­ke | Musik: Klang­wart | Musikar­ran­ge­ment: Sara Blas­co Gutiér­rez | Stim­men: Lucia Schulz, Asta Necha­ju­te, Sil­via Petro­va, Sara Blas­co Gutiér­rez, Kata­ri­na Cas­per­sen | Licht: Jan Wies­b­rock und Peter Beh­le | Tech­nik: Jan Kut­scher | Regie­as­sis­tenz: Gina Bensch | Fotos: Her­and Mül­ler Schol­tes

Geför­dert durch: Kul­tur­amt der Stadt Köln, Minis­te­ri­um für Kul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des NRW

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