Theater
Orangerie Theater in Köln
Mitten im Kölner Volksgarten gelegen, verbindet das Orangerie Theater Geschichte, Gegenwart und Zukunft der freien darstellenden Künste. Das denkmalgeschützte Gebäude, einst als Gartenvilla auf den Resten der preußischen Befestigungsanlage „Lünette 3“ errichtet, wurde 1990 vom Künstlerkollektiv Healing Theater als Spielstätte entdeckt. Seitdem hat sich die Orangerie zu einem lebendigen Zentrum für Theater, Tanz, Literatur, Musik und interdisziplinäre Formate entwickelt.
Heute zählt das Orangerie Theater zu den wichtigsten Produktionsorten der freien Szene in Köln und Nordrhein-Westfalen. Mit Kooperationen von internationalen Festivals wie URBÄNG!, Sommerblut, AfriCologne oder unruly readings ist es ein Ort des Austauschs, der Vielfalt und der künstlerischen Innovation.
Besonderes Augenmerk liegt auf gesellschaftsrelevanten Themen, auf der Förderung von Nachwuchskünstler:innen und auf der Öffnung für neue Zielgruppen. Die Vision: ein umfassend barrierefreier Kulturort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Lebensrealitäten selbstverständlich teilhaben können – ob als Publikum, Künstler:in oder Mitarbeiter:in.
Mit seinen einzigartigen Spielorten – vom Theatersaal über Studio und Glashäuser bis hin zur Freilichtbühne im Knotengarten – bietet das Orangerie Theater einen kreativen Freiraum, der in Köln und weit darüber hinaus wirkt.
Orangerie Theater Teil der Mittelzentrenförderung Tanz/Performance 2025–2028
Seit Juli 2025 gehört das Orangerie Theater zu den sechs freien Spielstätten in Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen der dreijährigen Mittelzentrenförderung Tanz/Performance (2025–2028) vom Land NRW gefördert werden. Neu in das Förderprogramm aufgenommen wurden das Orangerie Theater Köln und das Prinz Regent Theater (PRT) Bochum.
Neben dem Orangerie Theater werden weiterhin gefördert:
DansArt Tanznetworks (Bielefeld), das Kulturzentrum Fabrik Heeder (Krefeld), das Maschinenhaus (Essen) sowie Tanz in Bonn – Theater im Ballsaal in Kooperation mit Tanzgenerator Bonn.
Die Auswahl der geförderten Häuser erfolgte durch eine unabhängige Fachjury, der Miriam Barhoum (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland), Stawrula Panagiotaki (studiobühneköln), Gregor Runge (Theater Bremen) sowie Torsten Ehlert (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW) angehörten. Das Verfahren wurde vom nrw landesbuero tanz koordiniert.
„Reframing Dance“ – Neuausrichtung des Tanzprogramms
Mit der Aufnahme in die Mittelzentrenförderung richtet das Orangerie Theater seinen Tanzbereich unter dem Titel „Reframing Dance“ inhaltlich neu aus. Zentrale Schwerpunkte des Programms sind:
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Inklusion und Barrierefreiheit
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Nachwuchsförderung
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Nachhaltigkeit in künstlerischer Praxis und Produktion
In Kooperation mit dem Freien Werkstatt Theater (FWT) widmet sich die Orangerie zudem aktuellen und zentralen Fragestellungen des zeitgenössischen Tanzes und Performancekunst.
Die Mittelzentrenförderung stärkt das Orangerie Theater nachhaltig in seiner Rolle als wichtiger Produktions-, Präsentations- und Diskursort für zeitgenössischen Tanz in Köln und Nordrhein-Westfalen.
