stören
Die Produktion
“Der Wechsel der Umstände ist ein Wechsel der Welt. Ein Wechsel von DRAUSSEN nach DRINNEN ist längst nicht mehr der Weg zwischen zwei Räumen. Dass beim Wegschauen oft das DRINNEN mit OBEN gleichgesetzt wird und für das DRAUSSEN ein UNTEN angenommen wird, scheint eine Verteidigungsstrategie zu sein. Eine Strategie aber, die die Menschen vereinzelt.“ (R. S Sanatanas)
Zum Stören gibt es viele gute Gründe!
Die Verhältnisse von Menschen, die in Wohnungs- und Obdachlosigkeit leben, werden immer prekärer. Die Zahlen steigen – und das, obwohl sich die Stadt Köln dazu verpflichtet hat, diese bis 2030 zu beenden. Das Ensemble des DRUGLAND Theater besetzt den Platz im sogenannten DRAUSSEN neu und berichtet aus der Perspektive von Menschen, die Erfahrung mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit und/oder Sucht gemacht haben.
Die Produktion erzählt von gesellschaftlichen Utopien, von leisem und lautem Aufstand, von einem Draußensein als Protest. Berichtet wird von eigenen Erfahrungen mit Widerständigkeit, vom – als obdachlose Person – Im-Weg-Sein, von Konsum als Ausstieg und dem Mut, Platz einzunehmen. Und vor allem darüber, gemeinsame Räume auch als solche zu denken: solidarisch zu denken. Denn: Wer stört eigentlich wen? Wer kann Protest üben? Wer wird gehört? Und ist Widerstand im Grunde ein Privileg, das Mensch sich leisten können muss?