Geschichte

Ein neues Kapitel für das Orangerie Theater: Sanierung und Wiedereröffnung
Im Jahr 2017 bewilligte der Rat der Stadt Köln die lange angestrebte Vollsanierung des Hauses und beauftragte das Kulturamt, gemeinsam mit dem Orangerie Theater die konzeptionellen und rechtlichen Grundlagen für die Sanierung sowie die Zukunft des Spielbetriebs zu entwickeln. Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte damals: „Wir wollen, dass da, wo saniert wird, auch etwas ganz Besonderes stattfindet.“
In den folgenden Jahren wurde das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung intensiv weiterverfolgt. Zahlreiche Genehmigungen, Planungsfragen und Möglichkeiten mussten geklärt werden – ein Prozess, der von allen Beteiligten konstruktiv und engagiert begleitet wurde.
Am 10. Februar 2023 gab die Stadt Köln schließlich bekannt, dass der Rat dem Sanierungsprojekt offiziell zugestimmt hat. Der Baubeginn war für Herbst 2023 vorgesehen.
Wiedereröffnung 2025: Das Orangerie Theater als moderne Produktionsstätte
Nach rund zwei Jahren Bauzeit öffnet das Orangerie Theater im Volksgarten Köln am 1. Oktober 2025 wieder seine Türen. Die umfassende Sanierung, die in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb umgesetzt wurde, hat das traditionsreiche Haus technisch und denkmalpflegerisch erneuert und zugleich zu einer zeitgemäßen, barrierefreien Produktionsstätte weiterentwickelt.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
-
der Neubau eines Daches mit Photovoltaikanlage
-
die Erweiterung des Theatersaals für flexible Bühnen- und Publikumsformen
-
ein neues verbindendes Foyer zwischen Theatergebäude und Glashaus
-
der konsequente Ausbau der Barrierefreiheit, inklusive vollständig barrierefreiem Zugang und einer „Toilette für alle“
Ein großzügiges Foyer mit Glasfront öffnet die Spielstätte zudem zum Park hin und ermöglicht neue Formate wie Lesungen oder kleinere Freiluftaufführungen.
Nachhaltig, inklusiv und zukunftsweisend
Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 2,25 Millionen Euro erhöhten sich durch zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit auf rund 3 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt durch eine breite öffentliche und private Förderung, unter anderem durch die Stadt Köln, die NRW-Stiftung, Aktion Mensch sowie weitere Unterstützer:innen. Trotz dieser Förderung liegt die Eigenleistung des Orangerie Theater bereits bei rund einer halben Million Euro.
Mit der Sanierung ist das Orangerie Theater nicht nur als traditionsreicher Spielort gesichert, sondern auch als zukunftsweisende Bühne neu aufgestellt. Photovoltaik, gefiltertes Trinkwasser, Hitzeschutzräume und geplante Entsiegelungsmaßnahmen markieren den Weg hin zu einem „grünen Theater“. So entstehen Räume, die inklusiv, nachhaltig und einladend sind – für Publikum wie für Künstler:innen.
Spielzeitstart und Blick ins Archiv
Die erste Spielzeit nach der Wiedereröffnung beagnn im Oktober 2025 mit einer Reihe von Uraufführungen und Koproduktionen. Gleichzeitig richtete das Orangerie Theater den Blick auch auf seine eigene Geschichte: Mit der Ausstellung HEALING THEATRE – performing the archive erinnerte das Haus an seine Gründerjahre und an das radikale Kollektiv, das diesen Ort einst zu einer freien Spielstätte gemacht hat. Historisches Material wurde neu inszeniert und erlebbar – ein Rückblick, der zugleich Zukunftsperspektiven eröffnet.
Mit dem Neustart setzt das Orangerie Theater Köln ein klares Zeichen für Vielfalt, Inklusion und künstlerische Radikalität und unterstreicht seine Rolle als Produktions- und Diskursort für die freie Szene – in Köln und weit darüber hinaus.

Kultur braucht Räume. Erhalten, was bewegt.
Die Sanierung des Orangerie Theater wurde gefördert durch:
Das Land NordrheinWestfalen (Denkmalförderprogramm), Das Kulturamt der Stadt Köln, Die NRW Stiftung
Die Maßnahmen zur Barrierefreiheit wurden gefördert durch:
Beraten durch:
Wir danken der Unterstützung durch Karin Leyk und raumwerk.architekten