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Festivals und Reihen

Emerging Voices Theater Lab

Das Theaterlabor richtet sich an Dramatiker:innen aus diasporischen Gemeinschaften mit Bezug zu Südwestasien und Nordafrika (SWANA). Ziel ist es, bislang unterrepräsentierten Stimmen eine professionelle Plattform zu bieten, um ihre Geschichten authentisch, vielschichtig und zeitgenössisch auf die Bühne zu bringen und so neue Perspektiven in die deutsche Theaterlandschaft einzuschreiben.

Das Emerging Voices Theater Lab verbindet Workshops, individuelle Mentor:innen-Betreuung und szenische Lesungen mit professionellen Schauspieler:innen und Regisseur:innen. In einem geschützten, kreativen Raum entwickeln bis zu sechs ausgewählte Autor:innen ihre Stücke von der Idee bis zur öffentlichen Präsentation weiter. Das erste aus dem Programm hervorgegangene Stück ist In the Meantime – A Play Across Two Continents, eine Koproduktion mit dem Schauspiel Köln, das am Orangerie Theater e.V. Premiere feierte und für den Kurt-Hackenberg-Preis 2025 nominiert ist.

Das Emerging Voices Theater Lab ist eine nachhaltige Investition in Diversität und kulturelle Teilhabe: Es stärkt vielfältige Perspektiven, hinterfragt stereotype Narrative und setzt neue Impulse für die deutsche Theaterlandschaft. Als lokal in Köln verankerte und international vernetzte Plattform fördert es kreativen Austausch, professionelle Entwicklung und die langfristige Sichtbarkeit neuer dramatischer Stimmen.

Gefördert und unterstützt durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen · NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste · LVR-Dezernat Kultur · Stadt Köln – Referat für Kulturelle Teilhabe und das Kulturamt der Stadt Köln.

Person mit geflochtenen Haaren und Schmuck trägt ein gelb-braunes, gemustertes Outfit und steht vor einem violetten Hintergrund mit einem leuchtenden Kreis.

africologne - Festival für afrikanische Künste

Alle zwei Jahre verwandelt das africologneFESTIVAL Köln in einen lebendigen Resonanzraum für zeitgenössische afrikanische und afrodiasporische Künste. In wechselnden Spielstätten – darunter auch das Theater – treffen Theater, Tanz und Diskurs auf Musik, Medienkunst, Film, Literatur und Bildende Kunst. africologne lädt dazu ein, künstlerische Positionen zu entdecken, die aktuelle gesellschaftliche Fragen verhandeln und gewohnte Perspektiven herausfordern.

Im Mittelpunkt stehen Künstler:innen, die ihre eigenen Geschichten erzählen und damit dominante Narrative hinterfragen. africologne versteht Kunst als Raum der Auseinandersetzung, der Vorstellungskraft und des Perspektivwechsels. Die Produktionen eröffnen vielschichtige Bilder von Gegenwart und Geschichte, machen andere Blickwinkel erfahrbar und lassen Differenzen bewusst nebeneinander bestehen.

Das Festival steht für eine konsequent multiperspektivische, diverse und transkulturelle Programmatik. Es entsteht aus intensiver Zusammenarbeit mit afrikanischen, europäischen sowie lokalen Künstler:innen und Partner:innen und basiert auf langfristigen Kooperationen, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. africologne versteht sich als Plattform für Begegnung – zwischen Künsten, Kontinenten und Publika. www.africologne-festival.de

In einem Garten sitzen diverse weiße und Schwarze Männer und Frauen auf pinken Hockern vor einer kleinen Bühne mit Musikdarbietung. Ein weißer Mann lehnt sich liebevoll zu einem weißen Jungen im Rollstuhl, der in einem Lastenfahrrad sitzt.

Sommerblut Kulturfestival

Gegründet 2006 engagiert sich der Sommerblut Kulturfestival e.V. für alternative Kulturprojekte in Köln und Europa. Das Festival bietet politischen und kulturellen Themen eine Bühne und verhandelt gesellschaftliche Diskussionen und Entwicklungen. Jedes Jahr entsteht ein Kulturprogramm, das offen, international, divers und vielfältig ist. Die Projekte sind inklusiv und professionell, aufrüttelnd und politisch, empathisch und friedvoll. Sommerblut arbeitet an den Grenzen konventioneller Sehgewohnheiten und überschreitet diese.
Tabubrüche werden kreativ inszeniert, Impulse für gesellschaftliche Debatten gesetzt und dem Publikum neue Horizonte und Perspektiven eröffnet.
Um diese Ziele zu verwirklichen, werden Bühnen und Programme in der Zusammenarbeit von Menschen mit Behinderung, sozial benachteiligten Menschen, Expert:innen verschiedener Lebenswelten und professionellen Künstler:innen gestaltet. Sommerblut schafft eine Plattform für künstlerisches Schaffen unterschiedlichster Lebensrealitäten – geprägt von individuellen Erfahrungen. Eigenproduktionen in Theater, Musik und Tanz werden gefördert, kulturelle Veränderungen und aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen thematisiert.
Der Erfolg der vergangenen Jahre zeigt, wie spannend und wertvoll Kultur jenseits des Mainstreams sein kann. Viele Projekte haben Impulse in Köln und weit darüber hinaus getragen. https://www.sommerblut.de/de

Ein minimalistisches Logo auf schwarzem Hintergrund zeigt eine stilisierte weiße Figur mit langen Haaren, die in einem offenen Buch sitzt. Darüber steht „unruly readings“, darunter „Book club“. Das Design wirkt modern und klar.

unruly readings Reihe für Literatur und Performance

Seit August 2024 bereichern die unruly readings als Literaturreihe das Programm des Orangerie Theater. Nach zwei erfolgreichen Ausgaben hat sich das Format als besonderer Ort für performative Literatur etabliert und soll auch in Zukunft fortgeführt werden.
Im Mittelpunkt stehen interdisziplinär arbeitende Autor:innen, die weit über das klassische Verständnis einer Lesung hinausgehen. Literatur verbindet sich hier mit Musik, Sound, Video und anderen künstlerischen Ausdrucksformen und eröffnet neue Resonanzräume für Texte und Themen.
Der Titel unruly readings – „widerspenstige Lesungen“ – verweist auf Arbeiten, die sich bewusst nicht in konventionelle Formen einfügen. Viele Beiträge berühren gesellschaftlich relevante Fragen, etwa zu Körper, Natur oder gegenwärtigen Diskursen. Widerspenstigkeit wird dabei als produktive Kraft verstanden, die Literatur lebendig und offen hält.
Ein zentraler Bestandteil der Reihe ist der partizipative Programmteil: Nach den Performances kommen Publikum und Autor:innen miteinander ins Gespräch. Gemeinsames Essen – teils als kulinarische Performance gestaltet – und Gesprächsrunden schaffen Raum für Austausch und Unvorhergesehenes.
Hinter der Reihe stehen die Kölner Literaturveranstalterinnen Son Lewandowski, Michaela Predeick und Katharina Stahlhofen, bekannt durch Projekte wie Insert Female Artist, das Festival Poetica oder posse mag. Mit den unruly readings bündeln sie ihre Erfahrungen, um Literatur als soziale Praxis erfahrbar zu machen und experimentelle Formate auf die Bühne zu bringen.
Die unruly readings laden dazu ein, Literatur mit allen Sinnen zu erleben – als etwas, das gehört, gesehen, geschmeckt und gemeinsam verhandelt werden kann.

Ein Werbeplakat mit großen weißen Schriftzügen „FRAUEN FILM FEST“. Im Hintergrund öffnen sich schwere, grüne Samtvorhänge und geben den Blick auf einen farbigen Himmel in Rosa- und Blautönen frei. In der Mitte strahlt ein helles Licht.

Das Internationale Frauen Film Fest Dortmund+Köln

Das Internationale Frauen Film Fest Dortmund+Köln ist ein Ort für filmische Entdeckungen, inspirierende Begegnungen und intensive Diskussionen. An mehreren Festivaltagen werden rund 90 Filme gezeigt. Regisseur:innen aus aller Welt präsentieren ihre Arbeiten persönlich in Köln und kommen mit dem Publikum ins Gespräch.

2026 wird das Orangerie Theater erstmals Spielstätte des Festivals sein. Im Zentrum steht die Frage nach Gemeinschaft und Gemeingütern – den Commons – als Grundlage für ein gutes Leben und eine solidarische Zukunft.

Seit über 40 Jahren ist das Festival Deutschlands größtes Forum für Frauen in der Filmbranche. Es stärkt die Sichtbarkeit und Anerkennung von Filmen von Regisseur:innen und fördert Frauen in allen Gewerken der Kinoindustrie – von Regie, Kamera und Produktion über Drehbuch und Musik bis zur Schauspielkunst. www.frauenfilmfest.com

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