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Produktion

Emanuele Soavi
TICKETS

Spielplan

20:00 - 21:30
Do 26.03.2020
Köln-Premiere
20:00 - 21:30
Fr 27.03.2020
20:00 - 21:30
Sa 28.03.2020

ATLAS 3 – Blu Blu Blu

Datum

26. Mrz - 28. Mai

Preis

19,00 € / 12,00 € erm. / 8,00 KP

Blu Blu Blu – endlich Endlichkeit. Wie gehen Performer*innen mit den Veränderungen und Grenzen ihrer Körper um? Wie gestaltet sich im Laufe der Zeit der innere und äußere Blick auf das ICH, das es ohne DU nicht gibt? Kommt es zum Rückzug oder folgt ein Befreiungsschlag? Diese und andere Fragen wirft der dritte Teil der ATLAS Serie von Emanuele Soavi in den Ring – oder vielmehr auf die Matte. 3 Disziplinen und 6 Protagonist*innen treffen aufeinander, spiegeln, duellieren und vereinen sich: Die international arrivierte Barockviolinistin Nadja Zwiener,  Komponist und Soundkünstler Johannes Malfatti, Performerin Lisa Kirsch, Tänzer Federico Casadei, zwei Judokas: Jede(r) ein Kosmos für sich, Körper, Instrument, Maschine. Ihr Material ist die dynamische Analyse, die Bewegung, die Komposition im Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und privatem Raum. Voller Sehnsucht Spuren zu hinterlassen, begeben sie sich auf die Suche nach Klang- und Körperbildern für das Ringen um Bedeutung …

ATLAS ist eine Serie choreografischer Spurensuchen, gewidmet dem Körper in Ausnahmesituationen. ANY BODY SOUNDS (2018) beschäftigte sich, gemeinsam mit der langjährigen Forsythe-Tänzerin Jone San Martin, mit der exklusiven Beziehung zwischen Sound, Stimme und Körper. DIALOG OF ONE (2019) spürte, gemeinsam mit Wissenschaftlern*innen und internationalen Ausbildungsinstitutionen, Tanzkünstlern*innen aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts auf, um körperlich-gestische Ausdrucksmöglichkeiten von politischem Protest und Individualität aus ihrem historischen Kontext in das Jahr 2019 zu übersetzen.

Choreografie/Idee: Emanuele Soavi
Komposition/Live-Musik: Nadja Zwiener (Barock-Violine), Johannes Malfatti (Elektronik)
Ausstattung: Heike Engelbert
Video: Meritxell Aumedes Molinero
Tanz/Performance: Federico Casadei, Lisa Kirsch / Zwei Judokas
Produktionsmanagement: Achim Conrad
Foto: Ensemble

Eine Produktion von Emanuele Soavi incompany
In Koproduktion mit LOFFT – DAS THEATER
In Kooperation mit Residenzprogramm ALDES/SPAM! – Netzwerk für zeitgenössische Kunst, Orangerie Theater, ehrenfeldstudios


Emanuele Soavi ist Tänzer, Choreograph und künstlerischer Leiter des in Köln beheimateten Labels EMANUELE SOAVI INCOMPANY. Nach Engagements als Tänzer in Italien, Deutschland und Holland ist er seit 2006 als freischaffender Choreograph international für Ensembles, Theater und Hochschulen tätig. 2009 wurde er für eine Produktion des Kollektivs movingtheatre.de mit dem Kölner Tanzpreis ausgezeichnet, 2011 erhielt er den Kölner Darstellerpreis. Soavis Arbeiten wurden zu zahlreichen Gastspielen und internationalen Festivals in Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, Irland, Kroatien, Schweden, den Niederlanden und Weißrussland eingeladen.

Die 2012 gegründete EMANUELE SOAVI INCOMPANY entwickelt – lokal und international vernetzt agierend, inhaltlich und strukturell denkend – unterschiedlichste Aufführungsformate. Das Spektrum der Arbeiten reicht von Soloperformances über Choreographien in Koproduktion mit Orchestern, Opernhäusern, Philharmonien, Theatern und Festivals bis hin zu interdisziplinären Projekten, die in Kooperation mit Partner*innen aus Wissenschaft, Kunst und Bildung entstehen.
Zu den Kooperationspartner*innen zählen u.a. tanzhaus nrw, Korzo Theater (Den Haag / NL), LOFFT (Leipzig), Oper Köln, Kölner Philharmonie, Duisburger Philharmoniker / Theater Duisburg, Festspiele Ludwigshafen / Theater im Pfalzbau, Fundació Antoni Tàpies (Barcelona / ES), Lehmbruck Museum (Duisburg), Römisch-Germanisches Museum (Köln), Deutsches Tanzarchiv (Köln), Universität zu Köln, Folkwang Universität der Künste (Essen), Zürcher Hochschule der Künste (CH), Susanne Linke, Jone San Martin, Joris-Jan Bos, Wolfgang Voigt, Konrad Junghänel mit Cantus Cölln.

Seit 2016 realisiert EMANUELE SOAVI INCOMPANY verstärkt auch vermittelnde und diskursive Formate für den unmittelbaren und kontinuierlichen Austausch zwischen Künstler*innen und Publikum, wie z.B. den ‘Living Room’ in der Kölner Galerie Freiraum.
Die Arbeit der Kompanie wird institutionell von der Stadt Köln und dem Land NRW gefördert, die einzelnen Projekte erhalten darüber hinaus regelmäßig Förderung durch die Kunststiftung NRW.


Nadja Zwiener erhielt ihre Ausbildung in Berlin sowie an der Guildhall School of Music and Drama in London, wo sie sich im Bereich der Historischen Aufführungspraxis spezialisieren konnte. Nach Stationen als Mitglied eines Streichquartettes und des Orchesters der Staatsoper München konzentrierte sie sich auf die Arbeit mit Darmseiten und begann ihre Laufbahn als Spezialistin der historischen Aufführungspraxis. Sie ist eine gefragte Solistin und leitet regelmäßig Ensembles aus der Konzertmeisterposition, u.a. The English Concert, die Gaechinger Cantorey oder auch die Akademie für Alte Musik Berlin. Als Konzertmeisterin arbeitete sie mit renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie Simon Rattle, William Christie, Trevor Pinnock, Emmanuelle Haim und John Eliot Gardiner. Besondere Inspirationen sind für sie die Zusammenarbeit mit Sänger*innen, die Kammermusik sowie spartenübergreifende Projekte, die den Rahmen der Alten Musik bewußt erweitern oder gar sprengen.
Nadja Zwiener lebt in Leipzig und ist Dozentin für Barockvioline und -viola an der Hochschule für Musik ‘Franz Liszt’ in Weimar. www.nadjazwiener.com

Johannes Malfatti ist ein in Berlin lebender Komponist. Er absolvierte die nationale Film- und Fernsehschule HFF „Konrad Wolf“ im Bereich Ton für audio-visuelle Medien. In seiner Soloarbeit konzentriert er sich auf zeitgenössische und experimentelle Techniken, wobei er häufig akustische und elektronische Elemente kombiniert, um eine reiche und sich langsam bewegende Klangumgebung zu schaffen. Seine vielfältigen Arbeiten für Film-, Fernseh-, Theater- und Musikprojekte reichen von der elektronischen Musik bis zur Orchesterkomposition. Er arbeitete mit Künstlern, Musikern und Choreographen wie Björk, Octet, Cat Power, The Twighlight Sad, Dominique A., Simone Kermes, Barockorchester Elbipolis, Nadja Zwiener, Elfa Rún Kristinsdottir, Ömer Avci, Kobie van Rensburg, Arno Coenen, Pfadfinderei, Laurie Young, Grayson Millwood, Jared Gradinger, Angela Schubot, Rainer Strecker, Benny Nemerofsky Ramsay, Ulu Braun, Candice Breitz, Jim Rakete und Gerhard Falkner. Er arbeitete mit Filmregisseuren wie Yung Chang, Lucian Georgescu, Guy Édoin, Gutierrez, Carmen Garcia, Ciril Braem, Lixin Fan, Mo Asumang und Fabian Möhrke. Zu seinen Kunden zählen u.a. National Film Board von Canda NFB, CBC, Arte, ZDF, Rundfunk Berlin Brandenburg RBB, Kinderkanal KIKA, National Geographic, Royal Bank of Canada, Ford, Nissan, Amp, Rewe, Linde, Kaefer, Sasha Waltz & guests, Craftwork, Here, BBVA, Konterfei.
www.johannesmalfatti.com

Federico Casadei studierte an der Akademie Cecchetti in Ravenna und wurde 2011 Mitglied der Jugendkompanie Agora Coaching Project in Reggio Emilia, wo er u.a. mit den Choreografen Richard Wherlock, Mauro Bigonzetti, Jean-Christophe Maillot, Francesco Ventriglia, Ed Wubbe, Michele Merola und Enrico Morelli arbeitete. Seit 2012 tanzt er regelmäßig in Robert Norths Produktion ‘The Snowman’ am Londoner West End. 2013 begann seine Zusammenarbeit mit Emanuele Soavi als Tänzer und Assistent.

Lisa Kirsch studierte an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie hat als Tänzerin für das Theater Heidelberg / Nanine Linning, Silke Z. / resistdance, Cocoon Dance, Didier Theron, Yaron Shamir, Stefan Dreher, Vera Sander, Kazue Ikeda, Reut Shemesh Dance Company und Georg Reischl gearbeitet. 2013 wurde sie Mitglied des Kollektivs FreiraumEnsemble. Ebenfalls 2013 begann ihre Zusammenarbeit mit Emanuele Soavi sowohl als Tänzerin, als auch als Assistentin, u.a. in AUREA an der Seite von Susanne Linke.


Förderer

Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Kunststiftung NRW, Stadt Leipzig Kulturamt

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