08.-09.12.2017

Made in Köln Festival

ZAIK - Tanz

MADE IN KÖLN bietet den Zuschauern die einzigartige Gelegenheit, Arbeiten von neuen Schaffenden der Tanzszene in einem intimen und dennoch festiven Rahmen zu sehen und zeigt an zwei Double-Bill Abenden das Potenzial, was “made” in Köln ist. Die jungen KünstlerInnen waren in diesem Jahr in einer Tanzresidenz im ZAIK im Quartier am Hafen tätig.

Dieses Jahr zeigt das MADE IN KÖLN Festival zwei Arbeiten, die Kooperationen zwischen Tanz und Musik sind: TachoTinta mit Benjamin Grau und Geraldine Rosteius mit Mr. Shirazy.

TachoTinta

Die Kölner Nachwuchs- Tanzkompanie TachoTinta zeigt die Produktion “Re: moment”, eine choreographische Auseinandersetzung mit dem Moment des Erinnerns.
Eine seltsame Wechselwirkung zwischen Tatsache und Illusion entsteht, da jeder von uns unterschiedliche Details hervorhebt, im Gedächtnis behält und wieder hervorruft. Was genau nehmen wir wahr – und ist es uns bewusst wann wir einen Augenblick dokumentieren? Kann man eine gemeinsame Erinnerung erschaffen?
Mit diesem Stück nimmt TachoTinta am 19th International Dance Festival Daegu in Südkorea teil.

Mitwirkende: Mijin Kim (Konzeption/Kreation), Seulki Hwang (Kreation/Tanz), Silvia Ehnis (Kreation/Tanz), Benjamin Grau (Musik)


Geraldine Rosteius: “Metanoia”

Bei dem Projekt “Metanoia” handelt es sich um den Zusammenstoß unserer zunehmend digitalisierten Welt mit der Natur, deren Teil wir letztlich sind.
Live Electronic, Performance, Tanz, Stimme und Visuals vermengen sich dabei zu einem konfrontativen Mix von Licht und Schatten, von Lärm und Stille, von Zähigkeit und Fluß.
Die Natur als die Quelle des Lebens ruft uns, damit wir zurück kommen. Wir sind aber so sehr durch unsere neu gewonnenen Möglichkeiten abgelenkt, dass dieser Ruf häufig ungehört verhallt. Oft muss es zu Katastrophen kommen, bis wir uns wieder darauf besinnen, wo wir herkommen und was wir sind.
Die von uns erschaffene Welt der Technologie wiederum wächst nach und nach über uns hinaus und entwickelt ihre eigene nach Selbstbestimmung schreiende Stimme.
“Metanoia” setzt diesen Kampf durch die oben genannten performativen Mitteln in Szene. Auf inneren Impulsen basierende Bewegungen konterkarieren von außen auferlegte Abläufe; akustische Sounds tauchen in digitale Syntheseformen ein, Tanzperformance und Musik kollidieren.
Das Lichtkonzept spielt mit unterschiedlichen Spektren unserer Wahrnehmung und stellt als konstantes Element ein übergeordnetes Phänomen der Natur dar. Signifikant dabei ist der Weg, der in der Performance beschritten wird. Die verschiedenen charakterliche Pole
laufen konträr zueinander und verschieben sich bis hin zur totalen Auslöschung. Erst diese auf Überforderung basierende Auflösung erlaubt ein Verschmelzen zu einem neuen großen Ganzen. An dieser Stelle löst sich auch die Grenze zum Publikum auf.
Die Audience wird in den finalen Part einbezogen und macht die Erfahrung, dass ohne sie diese Performance nicht vollständig sein könnte. “We are all drops in the ocean of unity” ist eine Textzeile aus diesem Finale.
Metanoia, eine Neuprogrammierung der Auffassung unserer Immigration in die digitale Welt, ist der Schlüssel, um letztlich die Hybridität zwischen Mensch und Technik in unserem Sinne zu gestalten.

Mitwirkende: Geraldine Rosteius mit Mr. Shirazy

Fr 08.12.2017 20.00 h
Sa 09.12.2017 20.00 h

17,00 € / 11,00 € ermäßigt

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