21.-23.03.2019

BORDERS.BIRDS

Kristóf Szabó / F.A.C.E. Visual Performing Arts
BORDERS.BIRDS, Foto: Mike Kleinen

Politisches Tanztheater | ProjectionmappingArt

Clash der Gehirne

Nichts bewegt uns mehr als unsere ungeheure Neugier. Der Kölner Grenzgänger Kristóf Szabó inszeniert Genre übergreifend und wurde für den Kölner Tanz- sowie für den Kölner Theaterpreis nominiert.

Auch diesmal mit dabei ist der Projection-Art-Künstler Ivó Kovács aus Budapest. Die abstrakt-graphischen Projektionen, im Grunde non-figurative Animations-Filme, die er regelmäßig auf die Fassaden von Kathedralen und Hochhäusern der Welt, in Köln an alle Wände und auf den Boden des Aufführungsraumes im Orangerie-Theater im Volksgarten projiziert, sind wie bewegte Gemälde, visionäre Erweiterungen des Horizonts – sie können in jedem Museum für contemporary art gezeigt werden.

Mit BORDERS.BIRDS ist das K. Szabó / F.A.C.E. Visual Performing Arts Ensemble den biologischen Grundlagen menschlicher Existenz auf der Spur. Mich auszudrücken heißt, mich mit dem Clash der Gehirne zu beschäftigen, sagt der gebürtige Budapester Szabó. Er schaut den aufflatternden Vögeln zu. Die Biologie tickt in uns. Territorien markieren wir überall, vom Tellerrand bis zum Staat. Wir machen uns selbst zwischen den Grenzlinien, die wir ziehen, zu entfremdeten Gefangenen unseres naturlichen Denkens. Die Areale des Gehirns miteinander friedlich zu verknüpfen, das wäre revolutionär. Da sähe unsere Welt bald ganz anders aus!

In BORDERS.BIRDS bewegen sich die Tänzer Adrián Castelló und Erik Constantin leidenschaftlich rebellisch von einem Territorium ins andere, sie fallen in die Aura des anderen ein, gravieren den fremden Körper mit dem Schwung ihrer Arme, Hände, Finger und Nägel. Ein Kampf der Körper, der mal auf dem Volleyballplatz, dann auf dem 106-ten Stock in der Bankzentrale ausgetragen wird. Schließlich werden die Spielregeln gebrochen und das Denk-Spiel Biologie entgrenzt sich selbst dank der Subversivität der Vernunft (inspiriert von Yoko Onos Performance: white chess) – die Feinde überschreiten die Grenzen ihrer Territorien und verschmelzen miteinander im grenzenlosen Weiß. Der Raum, ein lebendes Gemälde, pulsiert mit.

Tanztheater & Projection-Art über das tierische Imponieren in der Großstadt, über den biologischen Verlauf der Verteidigungslinien in der Welt, die leidenschaftliche Signatur des Menschen, seine fragwürdige Sieger-Natur und seine fragile Sehnsucht, zu fliegen. Melancholisch, kämpferisch, visionär, existenziell – grenzüberschreitend.

Förderer:

Do 21.03.2109 20.00 h Premiere
Fr 22.03.2019 20.00 h
Sa 23.03.2019 20.00 h

Tanz: Adrián Castelló. Erik Constantin
Projection-Art: Ivó Kovács
PR: Mechtild Tellmann Management
Social Media: Julia Karl
Konzept, Choreographie-Regie: Kristóf Szabó

 Tickets:

Abendkasse:
18,00 € / 12,00 € ermäßigt /
8,00 € mit Köln-Pass

Vorverkauf: