26.-29.10.2017

absent.faces

COOP 05
absent.faces Foto: Karsten Lindemann


Ein Abend über die Magie und Kraft unbewusster Bilder.

Eine Bäurin in der Mark Brandenburg zieht sich schwarze Kleider an, legt sich in ihr Bett und verständigt sich fortan nur mehr flüsternd.
Bis zu ihrem Tod 15 Jahre später wird sich daran nichts ändern.
Mehr als 100 Jahre später besucht ihre Urenkelin J. eine Ausstellung von Werken der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura.
In einem Bild vermeint sie den vollendeten Ausdruck des, dem seltsamen Verhalten der Urgroßmutter zugrundeliegenden Schmerzes zu erkennen, der zugleich ihr eigener ist.

Bilder, Laute, Töne steigen aus dem Unbewussten hoch und verbinden sich zu einer neuen Sprache. Schicht für Schicht werden ihre und der Urgroßmutter Traumata freigelegt und verbinden sich zu Neuem.

Eine Produktion von COOP 05 mit dem MMKK (Museum Moderner Kunst Kärnten)

Pressestimmen:

…Grandios, virtuos, poetisch: „absent faces“ im Museum Moderner Kunst Kärnten

In der fieberweißen Ohnmacht ihres Verstummens findet sie eine andere Sprache – gewoben aus dem Klang der Stille und einer bildmächtigen Poesie, die Tanz , Gesang und Kunst zum Echoraum der Erinnerung verdichtet, der Verborgenes fasst.. Zur Uraufführung im MMKK erzählt Susanne Kubelka mit „absent faces“ von den vielen Facetten des Frauseins und der Magie des Unterbewussten…
..Erinnerung: sie ist die Nadel, mit der Kubelka den Schmerz zweier nicht nur Verwandter, sondern vor allem Seelenverwandter zum Faden verspinnt, der über Zeit und Raum die Quintessenz des Frauseins in melancholischer Feinnervigkeit, gedeckter Farbigkeit und berührender Eindringlichkeit vernäht. Die Wut, den Schmerz, Ohnmacht, tonlose Resignation und leises Aufbegehren, all das nehmen Leiko Ikemuras traumschwere, auf die Wand projezierte Mädchenbilder vorweg. Hans Eschers behutsame Regie begleitet kongenial Kubelkas hoch virtuose, musikalisch- abstrakte Theaterreise zum Kern des Seins…
Irina Lino, Kronenzeitung

… Susanne Kubelka hat sich von Leiko Ikemuras Kunstwerken zum Stück „absent.faces“ inspirieren lassen….
Die Erinnerung gleicht einer sich auf und ab bewegenden Nähnadel heißt es zu Beginn des Stückes. ….Ein abstrakter Erinnerungsprozess setzt sich in Gang. Melancholische Pianomusik erfüllt den Raum und zahlreiche Symbole werden enthüllt, um gleich darunter neue Anspielungen zu entdecken. Ringsum hängt weiße Wäsche an den Wänden. „Das Vergessen ist weiß“… Das Publikum folgt dem Geschehen gebannt… Aber was ist es, das hier vergessen und zum Schweigen gebracht wurde? … Eine vielschichtige Performance für anspruchsvolle Theaterrezipienten.
Julia Braunecker, Kleine Zeitung

Gefördert durch:

Do 26.10.2017 20.00 h Premiere
Fr 27.10.2017 20.00 h
Sa 28.10.2017 20.00 h
So 29.10.2017 18.00 h

Künstlerische Leitung, Komposition: Susanne Kubelka
Bildnerische Werke, konzeptionelle Entwicklung: Leiko Ikemura
Regie: Hans Escher
Film, Grafik: Karsten Lindemann
Kreation, Interpretation: Yoshie Shibahara | David Koch | Susanne Kubelka

Weitere Termine 2018: 15.-18.02.2018

17,00 € / 11,00 € ermäßigt

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