CLAUDIA BRAUBACH
ist Tänzerin und Choreographin.
Nach ihrer Ausbildung an der Ballettakademie Köln sowie der Hooge School voor de Kunsten Amstedem war sie als freischaffende Tänzerin in den Niederlanden tätig. Acht Jahre war sie Ensemblemitglied beim Tanztheater Bielefeld/ Osnabrück, künstlerische Leitung Gregor Zöllig, und arbeitete dort u.a. mit Anouk van Dijk, Jo Stromgren, Guy Weizmann/ Roni Haver.
Seit 2007 wohnhaft in Köln arbeitet sie seitdem mit zahlreichen Choreographen sowie Regisseuren zusammen. Neben eigenen Tanztheater Aufführungen im Orangerie-Theater choreo-graphierte sie für freie Schauspiel Produktionen und Stadttheater.
MICHAEL DICK
ist Schauspieler, Regisseur, Perform-ance Künstler und Dozent für Dar-stellungsgrundlagen, Improvisation, Bewegung, Rolle und Persönlich-keitstraining. Wichtige Stationen als Schauspieler waren das Schauspiel-haus Hamburg und das Schauspiel Köln; er war Gründermitglied der Theatergruppe „Babylon“ in Hamburg und des „Healing Theatre“ in Köln. Zusammen mit Herbert Neubecker hat Michael den Ort „Orangerie im Volksgarten“ in Köln 1988 für das Theater entdeckt und in den ersten Jahren leitend betreut.
Seit 1989 ist Michael Dick tätig als Regisseur: Regie Arbeiten zu Kafka Texten (Das Schloß; Eine kleine Frau), sowie seine ‚Tasso’ Inszenierung wurden in den 90igern prämiert. Er blickt zurück auf 35 Jahre Theaterarbeit, 25 Jahre in freier Bewegung als Amerta Movement Practitioner und 15 Jahre spirituelle Praxis innerhalb des Diamond Approach der Ridhwan Schule und in Sumarah Meditation. Und er blickt zurück auf zuletzt über 15 Jahre immer wieder neue Befragungen und Untersuchungen durch Projekte im Grenzbereich zur ‚Performance Art’: Irrwege ’95‚ Ekstase ’97; Nicht als ob, sondern wie und zwar ab acht ’97; miriam ’97 bis ’99; Heroine/Narben ’03; Ödipus in Köln ’08/’09. Seit 2010 ist er Gründermitglied des PAErsche Aktionslabor NRW und 2012 erfolgte die Gründung der ‚Schule der Bewegung’.
PAErsche
ist der Arbeitstitel des Aktions-Labors NRW. Getragen wird es von etwa 30 PerformerInnen aus Köln, Bonn, Essen, Dortmund,… und aus den umliegenden Nachbarländern. PAErsche ist realisiertes Begehren und versteht sich als Netzwerk verschiedener PerformancekünstlerInnen, kulturellen Plattformen und Organisationen, die Performance Art mit Leib und Seele einatmen und einverleiben. Gravitationszentrum dieses ‘Open Source Netzwerks’ ist die „Orangerie – Theater im Volksgarten“ Köln. Von dort vernetzt es sich mit anderen Organisationen und Auftrittsorten in NRW, anderen deutschen Bundesländern und internationalen Strukturen.
Als Netzwerk ist PAErsche nicht so sehr daran interessiert, sich als feste Gruppe oder als Ensemble zu sehen. PAErsche entwirft Bedingungen, in denen sich die KünstlerInnen gut vertreten finden, da sie an diesen Rahmenbildungen selbst beteiligt sind und sie gestalten. Das Gewebe von Einschüben in eine fließende Grundstimmung, welche Dauer und Bestimmtheit offen lässt, materialisiert stringent die Arbeitsmethode des Aktions-Labors. Das Gerüst eines offenen Labors ermöglicht PAErsche die Brücke zwischen den Generationen zu sein.
PAErsche bietet jedoch auch eine Plattform für internationale Performance-Art-KünstlerInnen, die auf der Durchreise sind, sich aufgrund anderer Projekte in Europa befinden oder explizit von PAErsche eingeladen werden. Dieses breite Spektrum befruchtet den künstlerischen Austausch und fördert eine stetige Erweiterung des fragilen Performance-Art-Netzwerks.
PAErsche ist Poesie, Geist und Raum im Aufbruch für die nachhaltige Entwicklung der Performance Art in NRW.
JANOSCH ROLOFF
ist Regisseur und Schauspieler.
Er sagt: „Das Theater kann für mich die schönste und zugleich intelligenteste Form der gesellschaftlichen Reflektion sein. Menschen spielen anderen Menschen etwas aus dem Leben vor, und diese haben die Möglichkeit darüber nachzudenken. Außerdem gibt es für mich wenig, was mir mehr Freude bereitet. Meine bisherigen Projekte sind als politisches bzw. dokumentarisches Theater bezeichnet worden. Aber für die Beteiligten stand bei der Auseinandersetzung mit einem Thema stets die Prämisse „fragend schreiten wir voran“ im Vordergrund.“
Die ersten beiden Stücke entstanden in Zusammenarbeit mit dem nö-theater Köln.
THOMAS SCHRAGE
ist Schauspieler und Regisseur.
Seit 1991 arbeitet er theaterschaffend an Freien Bühnen und Stadttheatern mit Stationen u.a. in Köln, Düsseldorf, Paris, Trier, Mainz und Frankfurt.
Er ist Mitbegründer von TheaterKonneX e.V., eines Netzwerks Kölner Theaterschaffender, die auf solidarischer und gleichgestellter Ebene die Selbstbestimmung, das schöpferische Selbst-bewusstsein des Künstlers und durch kontinuier-liche Arbeit ihre spezielle Ausdrucksform ins Zentrum stellen.
STIMMFELD e.V.
versteht sich als eine Art Basislager für Künstler in Köln und anderswo, die die Stimmarbeit nach Roy Hart und Alfred Wolfsohn für ihre künstlerische Präsentation und Weiterentwicklung nutzen wollen.
In der Arbeit steht die menschliche Stimme im Vordergrund. Stimmfeld e.V. initiiert eigene Projekte und koordiniert die vielfältigen Aktivitäten, die es im Rheinland rund um die “ganze” Stimme und die “extended voice” gibt.
Eine Gruppe von Stimmperformern aus dem Verein hat sich zu dem Ensemble KörperSchafftKlang zusammengeschlossen und sucht nach künstlerischen Wegen, die ganze Stimme – im weiten Sinne – in theatralen Zusammenhängen auf der Bühne einzusetzen.
Der Verein wurde 2007 gegründet. Über seine Aktivitäten informiert die
THEATER 1000 HERTZ
ist ein freies Kölner Ensemble. Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen handwerklich präzisen Umgang mit traditionellen und experimentellen Mitteln aus. In dieser Verbindung aus Bewährtem und Neuem liegen das kreative Potenzial und die Eindringlichkeit der Produktionen.
In den Geschichten, die eine Gesellschaft über sich selbst erzählt, liegt die Kraft des Theaters als menschlicher Ausdrucksform. THEATER 1000 HERTZ bringt diese Geschichten auf unterschiedlichste Art und Weise auf die Bühne, vom Musiktheater über das work-in-progress- Experiment bis zum gradlinig erzählten Kammerspiel. Die Freiheit, sich keinem „Stil“ verpflichtet zu fühlen, ermöglicht der Gruppe für jede Produktion eine adäquate und überzeugende Form zu finden.
WEHRTHEATER
ist eine lose Gruppe von Theater-schaffenden, Choreographen,
Musikern, bildenden Künstlern und Autoren unter der Leitung von Andrea Bleikamp. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind, unbequeme Fragen zu stellen, sensible Themen anzusprechen, „Nicht-Profis“ in die künstlerische Arbeit einzubeziehen, autobiographisch und interdisziplinär zu arbeiten:
Eine Alltäglichkeit zu schaffen, welche die Zuschauer berührt und mit vielen Fragen über sich selbst zurück – aber nie allein lässt.
„wehrtheater“ kommt von „wehren“, und das ist es, worum es geht.
